Wahrscheinlich ist die Flöte das früheste Musikwerkzeug der Menschheit. Schon die Menschen der magischen Kulturstufe bauten sich Flöten aus Ton. In den Mythen der alten Kulturen ist die Flöte ein Geschenk der Götter oder wird selbst von ihnen gespielt. Pan erfand die nach ihm benannte Flöte (auch Syrinx genannt). Der indische Gott Krishna brachte als Hirtenknabe den Menschen die Flöte. Buddha und seine weibliche Verkörperung wurden Querflöte spielend dargestellt. Wahrscheinlich kommt die Querflöte aus Asien. Die älteste Darstellung stammt aus China, aus dem 9. Jhd. vor Christus. Die Querflöte in ihrer heutigen Form geht auf Theobald Boehm zurück. Er führte Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Exprimente hinsichtlich Material, Mechanik, Kopfstück sowie der Maße und Bohrungen durch. Boehms Querflöte ist aus Metall statt aus Holz, hat ein bewegliches Klappensystem, das Gleichmäßigkeit und Differenziertheit in allen Tonarten ermöglicht und einen nuancenreichen intensiven Ton. Diese neuen klanglichen und technischen Möglichkeiten regten die Komponisten zu neuen wunderbaren Stücken für die Flöte an.